Der Trinkwasserbedarf in der Krise sollte nicht vernachlässigt werden, denn dieser ist lebenswichtiger als Nahrungsmittel. Der Bedarf ist jedoch auch abhängig vom Flüssigkeitsverlust, denn der Körper scheidet Urin und Schweiß aus und verliert damit die wertvolle Flüssigkeit wieder. Wenn dieser Verlust reduziert werden kann, lässt es sich leichter mit einem geringeren Vorrat an Flüssigkeiten auskommen.
Das Erbrechen sollte in Krisenzeiten unbedingt vermieden werden, da man hier noch mehr Flüssigkeit und Mineralien verliert und diese nicht so schnell wieder zu sich nehmen kann. Durch den Durst lässt sich nur sehr ungenau der Wasserverlust schätzen. Vielmehr sollte man vorsorglich herangehen und einen übermäßigen Verlust vermeiden. Dies gilt vor allem dann, wenn nicht genügend Wasser im Haus ist. Außerdem sollte jede Gelegenheit genutzt werden, den Vorrat rechtzeitig aufzufüllen und das vorhandene Wasser zu rationieren. Übermäßige Anstrengungen sind generell zu vermeiden, da man hier viel schwitzt und das Wasser wieder ausscheidet. Es sollten bei jeder Arbeit so viele pausen wie möglich gemacht werden. In Bezug auf Wasserverlust und auf Suchtmittel sollte dringend mit dem Rauchen aufgehört werden. Der Kopf ist immer kühl zu halten, selbst im Sommer. Über ihn verliert man besonders viel Wasser, da das Gehirn vor Überhitzung geschützt werden muss. Im gleichen Atemzug sollte man sich nie auf den heißen Boden lesen.
Auch die Verdauung benötigt viel Wasser im Körper. Wenn die Wasservorräte knapp sind und demnächst nicht aufgestockt werden können, sollte man auch weniger essen, um die Verdauung nicht noch mehr anzuregen. Auch wenn man schwitzt, sollte man nie die Bekleidung ausziehen. Der Schweiß sorgt für einen kühlen Körper.