Tagesgeldkonten erscheinen deutlich lohnender als andere Anlageformen. Sie sind täglich verfügbar und bieten akzeptable Zinsen je nach aktueller Marktlage. Einziger Nachteil: Man erhält keinen direkten Zugriff auf das Tagesgeldkonto.
Wer sich für ein solches Konto entscheidet, muss ein Referenzkonto angeben. Dieses Konto kann bei der eigenen Hausbank liegen und das normale Girokonto sein. Soll eine Auszahlung vom Tagesgeldkonto stattfinden, muss es eine Überweisung auf das Referenzkonto geben. Im Normalfall ist ein solcher Transfer innerhalb von wenigen Tagen. In der Krise kann genau dieser Transfer zum Problem werden. Funktioniert das Bankenwesen nicht mehr korrekt und sind Geldautomaten leergeräumt, dauert ein Transfer möglicherweise zu lange. Stellen Sie sich selbst die Frage, ob Sie dieses Risiko eingehen wollen.
Zuverlässige Garantien gibt es nicht
Spareinlagen sind vom Bund zwar geschützt, jedoch nicht mehr garantiert. Wer eine größere Summe an finanziellen Mitteln auf einem Konto liegen hat, muss mit einem gewissen Verlust rechnen. Außerdem betrifft dies nur Spareinlagen bis zu 100.000 Euro. Geht die Summe darüber, ist man vor einem Verlust ohnehin nicht bewahrt. Tagesgeldkonten mögen auf den ersten Blick gute Zinsversprechen machen. Zu überlegen ist allerdings, wie viel Geld tatsächlich auf dem Tagesgeldkonto liegen soll. Die Devise für Krisensituationen heißt: Weniger ist mehr. Investieren Sie das Geld in anderen Anlagen und spalten das vermögen möglichst breit auf. Eine gute Kombination gibt es beispielsweise mit Edelmetallen oder mit Fremdwährungen. Eine komplette Garantie für das eigene Vermögen gibt es in keinem Bereich.