Die Selbstversorgung spielt in der Krise eine wichtige Rolle. Wenn Verkehrswege und die Wirtschaft zusammenbrechen ist es schwierig an Lebensmittel oder andere Dinge zu kommen. Baut man selber Gemüse im Garten an oder kann mit anderen Stoffen handeln, so ist man weitestgehend Autark und kann selbst einem Produktionsausfall oder Lieferschwächen überbrücken.
Selbstversorgung hat jedoch auch ihre Grenzen. Nicht immer ist es sinnvoll bestimmte Produkte selber herzustellen, nur um unabhängig zu sein. Eine landwirtschaftliche Selbstversorgung ist selbst in einem kleinen Garten sinnvoll. Doch industrielle Selbstversorgung ist sehr schwierig und nicht unbedingt ratsam. Bei Drähten, Eisenwaren oder ähnlichen Dingen wäre eine Selbstherstellung sinnlos. Der Aufwand würde hier über dem nutzen stehen und es ist anzunehmen, dass solche Massenprodukte einen Ausfall in der Produktion besser verkraften können.
Gebrauchsmaterialien, die lagerfähig sind und in eigener Herstellung teurer wären, sollte man unbedingt auf Vorrat kaufen, der über mehrere Wochen ausreicht. Wichtig ist hier der Umgang mit den Materialien. Wenn man sich vorsieht kann eine Beschädigung der Materialien verhindert werden und sollte etwas kaputt sein, so kann man es in den meisten Fällen reparieren und sollte es nicht in den Müll werfen.
Selbst die Herstellung von Kleidung ist in der Krisenzeit nicht sinnvoll. Selber gestrickte Schals oder Pullover könnte man im schlimmsten Fall gegen andere Dinge eintauschen. Die heutige Verfügbarkeit von Kleidung ist jedoch ausreichend. Für die Krise sollte man jede Jahreszeit mit einplanen und neben Regenmänteln auch dicke Winterjacken einlagern, falls die Heizung ausfällt.
Der komplette Wegfall aller industriellen Strukturen wird so schnell nicht eintreten. Selbst im schlimmsten Notfall wird es eine Versorgung mit dem nötigsten geben. Ein gewisser Vorrat ist dennoch nicht zu unterschätzen.