Für viele Menschen stellt Einsamkeit eine stärkere Krise dar als Stress im Beruf oder durch Krankheiten. Die Suche nach Personen, mit denen man sein Leben teilen möchte, ist nicht immer einfach. Die Erfahrungen der Vergangenheit und aktuelle Lebensumstände machen es mitunter schwierig, alte Verhaltensweisen abzulegen und offen für Neues zu sein. Egal ob eine Liebesbeziehung oder ein freundschaftliches Verhältnis – der Weg dorthin muss nicht schwer sein. Für jede Beziehung gilt, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Gerade, wenn eine Beziehung augenblicklich gescheitert ist, sollte man sich nicht sofort in eine neue stürzen. Dennoch hilft es, sich die Fehler, die gemacht wurden, vor Augen zu führen. Der Austausch mit anderen Menschen unterstützt dabei. Selbsthilfegruppen und Therapien sind gerade für Menschen in starker Isolation ein erster Schritt, sich jemandem zu öffnen. Ist die Einsamkeit selbst gewählt, stellt sich die Frage nach dem warum.
Sich auf neue Menschen und deren Charaktere einzulassen, erfordert Mut und Durchhaltevermögen. Dabei ist es wesentlich, nicht auf ein perfektes Wesen zu warten, das sämtliche Anforderungen erfüllen kann. Egal ob das dem Aussehen gilt oder der Persönlichkeit. Hat sich jemand gefunden, der für eine Freundschaft infrage kommt, sollte man es vermeiden, sich gleich von Anfang an zu stark an die Person zu binden. Denn das wirkt abschreckend auf die neue Person und ein zweiter Versuch nicht immer möglich ist. Weitere Lebensinhalte, außerhalb der Partnerschaft, vermeiden Isolation und das starke Bedürfnis nur durch einen Menschen Lebensberechtigung zu finden. Auch hierbei helfen Therapeuten und Selbsthilfegruppen, die eigenen Gedanken und Werte in ein positives und förderliches Bild zu rücken. Denn Selbstakzeptanz ist der wichtigste Schritt, um auf andere Menschen zugehen zu können.