Für viele Autofahrer ist der letzte Erste-Hilfe-Kurs viel zu lange her. Doch wenn schließlich der Ernstfall eintritt und man am Unfallort Hilfe leisten muss, wissen viele nicht, wie sie sich verhalten sollen. Dabei ist Soforthilfe nicht schwer und kann oft Leben retten. Daher sollten Sie unbedingt in regelmäßigen Abständen den Erste-Hilfe-Kurs wiederholen.
Zehn Regeln für Ersthelfer am Unfallort
1. Eigensicherung: Die eigene Sicherheit wird oft nicht beachtet, was schnell zu Folgeunfällen führen kann. Daher das eigene Auto mit ausreichend Abstand vor der Unfallstelle abstellen, Warnblinkanlage einschalten und das Warndreieck aufstellen.
2. Überblick verschaffen: Kontrollieren Sie, wie viele Menschen verletzt sind und ob es noch weitere Helfer in der Nähe gibt. Anschließend alarmieren Sie den Rettungsdienst (112).
3. Wärme spenden: Da Unfallopfer schnell auskühlen und damit die Überlebenschance sinkt, halten Sie Verletzte mit zusätzlichen Jacken oder einer Wolldecke warm.
4. Psychische Betreuung: Reden Sie beruhigend auf die Verletzten ein. Unfallopfer dürfen sich nicht allein fühlen, da sich sonst eventuelle Schockzustände verschlimmern können.
5. Stabile Seitenlage: Wenn jemand bewusstlos ist, Atmung und Kreislauf aber eindeutig vorhanden sind, dann bringen Sie diesen Menschen in die stabile Seitenlage.
6. Wiederbelebung: Sind Atmung und Kreislauf nicht vorhanden, müssen Sie die im Erste-Hilfe-Kurs erlernten Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten.
7. Rettung aus dem Auto: Wenn Benzin aus dem Auto läuft, es brennt oder ein Insasse wiederbelebt werden muss, müssen die Menschen aus dem Fahrzeug gerettet werden. Stellen Sie dabei den Motor ab und achten Sie auf nicht ausgelöste Airbags.
8. Wunden versorgen: Die häufigsten Verletzungen sind Kopfplatzwunden und Schnittwunden. Greifen Sie zum Verbandskasten, ziehen sich Handschuhe über und drücken Sie das komplette Verbandspäckchen ausgepackt auf die Wunde.
9. Motorradhelm abnehmen: Ist ein verunglückter Motorradfahrer bewusstlos, muss der Helm runter, damit das Opfer beamtet werden kann. Außerdem könnte er ersticken, sollte er sich erbrechen.
10. Schock: Stellt sich ein Schockzustand ein, legen Sie die Füße des Betroffenen hoch, damit die Blutversorgung von lebenswichtigen Organen sichergestellt wird.