Sachwerte – überstehen sie die Krise?

Im Vergleich zu den Papieranlagen wird den Sachwerten mehr Bedeutung oder Stabilität zugesprochen. Dazu gehören beispielsweise Edelmetalle, Immobilien, Schmuck oder Kunst. Doch welche Sachwerte sind wirklich lohnenswert in der Krise?

Sicher stehen Edelmetalle weit oben auf der Liste der krisenrobusten Anlagen. Allerdings ist es nicht vorteilhaft, alle Ersparnisse in Edelmetalle zu investieren. Zudem ist die Verteilung auf die verschiedenen Edelmetalle wichtig. Gold und Silber sind die relevantesten Anlagen. Verteilen Sie das Ersparte beispielsweise zu einem Drittel auf Gold und zwei Drittel auf Silber. Aufgeteilt werden kann dann nach Münzen, Barren oder anderen Anlagemöglichkeiten. Der Vorteil an Münzen: Sie können als Zahlungsmittel fungieren. Außerdem erhalten besondere Prägungen einen Wert über den eigenetlichen Sachwert hinaus. Fraglich nur, ob dieser höhere Wert in der Krise noch Bestand hat.

Immobilien sind besondere Sachwerte, die beispielsweise ein Kopf über dem Dach sichern. Sie müssen keine Miete zahlen, sich jedoch um die Instandhaltung selbst kümmern. Im Falle einer staatlichen Krise droht jedoch die Zwangshypothek. Gleichzeitig können Gebühren für Grundsteuer und andere Abgaben steigen. Immobilien stellen also keine gute Möglichkeit, um Vermögenswerte zu sichern. Sie dienen hauptsächlich dem Selbstbezug, um Kosten zu sparen, landwirtschaftliche Flächen nutzen zu können und große Lagermöglichkeiten zu haben.

Kunst, Schmuck oder Diamanten wird nicht viel Bedeutung zugesprochen. Diese Anlagemöglichkeiten sind keinesfalls als Wertspeicher für die Krise zu sehen. Vielmehr steckt Liebhaberei hinter diesen Dingen. Die Werte sind ideell angelegt und nicht materiell. Ein materieller Wert bleibt auch in der Krise erhalten. Ideelle Werte entstehen beispielsweise bei Sammlerstücken oder besonderen Anfertigungen und verfallen schnell.

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